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Zibärtle - Die fast vergessene Obstbrandspezialität


Dicke Regentropfen prasselten an die Scheiben meines Autos auf der Überfahrt mit dem Sylt-Shuttle von Niebüll nach Sylt. Das Gras auf dem Hindenburgdamm duckte sich in den Böen des Windes und rechts und links der Eisenbahntrasse waren die Wellen weiß von der sturmgepeitschten Gischt.

 

An der Nordseeküste behauptet man ja, dass es kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung gäbe – für einen bekennenden Toskana-Anhänger wie mich steht der Ostfriesennerz aber nicht ganz so hoch im Kurs. Doch dieses „Shitwetter“ konnte meine Vorfreude auf Hummer, Sylter Royal Austern, Krabbensuppe und ein „leckeres“ Stück vom Deichwiesenlamm nicht trüben. So fuhr ich nach Rantum, denn im Dorint Söl´ring Hof harrte bereits ein gedeckter Tisch meiner Ankunft. Mit Sylter Royal Austern – roh und gebacken auf Champagner-

kraut, Kabeljau „Royal“ in der Stockfisch kruste, Entrecôte vom Wagyu Beef und der „Großen Dessert-Arie“ eröffnete ich meinen kulinarischen Reigen auf der Nordseeinsel. Zwecks besserer Verdauung und vor allem zum weiteren Genuss, bot man anschließend ein Gläschen „Zibärtle“ an. »Wird dieser Schnaps auf Sylt gebrannt?«, wollte ich vom Ober wissen. »Ne, min Jung, der kommt vom Festland – von ganz da unten«, und er machte sich auf den Weg, mir die Flasche an den Tisch zu holen. Ich bemerkte sein leichtes Kopfschütteln und fragte mich, ob dies von seinem Gang rührte oder ob er sich einfach nicht vorstellen konnte, dass ich „Zibärtle“ nicht kannte – wo ich doch auch vom Festland kam. „Altes Schwarzwälder Zibärtle“ vom Bartleshof stand auf dem Etikett und während ich ein weiteres Mal an dem Edelbrand mit dem feinen Aroma von Marzipan und Pflaume nippte, beschloss ich, dem Geheimnis dieser unbekannten Frucht von „ganz da unten“ auf den Grund zu gehen.

 

Mehr von Evert Kornmayer finden Sie in Port Culinaire No. Four.


 
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