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Octopussy´s Garden






von: Thomas Ruhl

 

Die älteren unter uns kennen noch eine Band namens Beatles, und darunter kennen sicher einige auch deren Song "In an Octopussy's Garden". Dahinter steckt eine wahre Geschichte.

 

Der Oktopus hat ein Haus, eine Höhle, und seinen Vorgarten dekoriert er hübsch mit Muschelschalen. Oft fein säuberlich nach Größen geordnet. In Revieren mit Sandboden gräbt er sich selber Höhlen in den Grund hinein. Aber eigentlich bevorzugt er feste Häuser wie Felslöcher oder Spalten. Die Oktopus-Vorkommen über den Sandböden der Ostalgarve sind daher froh über die wunderschönen, wohlgeformten Höhlen die überraschend plötzlich in ihrem Revier auftauchen. Als ideale Häuser werden sie direkt bezogen. Und nichts kann den achtarmigen Jäger so leicht wieder aus seinem Haus vertreiben. My home is my castle. Was der Oktopus nicht weiß, ist das seine Behausung von Antonio F.Y. Feneia persönlich ausgelegt wurde und für das Tier eigentlich eine Gemeinheit darstellt.

 

Der Hafen von Tavira an der Flussmündung des Rio Gilão. Eigentlich sollte die Fahrt um 3.00 Uhr nachts losgehen. Aber nach einigen kritischen Mienen und Begutachtung der Luftbewegung kamen Kapitän Feneia und seine zweiköpfige Crew,  pardon, seine Cameradas, zu dem Schluss, dass draußen auf See zu viel Wind sei. Die Abfahrt wurde auf 3.00 Uhr Nachmittags verschoben.

Soll uns recht sein, gehen wir wieder schlafen. Schließlich heißt auch das Boot so etwas wie "Reg dich bloß nicht auf!" – NÃO TE APOQUENTES
Okay, um 3.00 Uhr geht es dann los. Langsame Fahrt durch die Wasser- und Sumpflandschaft Ria Formosa, ein Meeresarm und Naturschutzgebiet zwischen Festland und vorgelagerten Inseln. Dann hinaus auf den Atlantik. Ca. 1,5 Stunden Fahrt bis zur ersten Langleine. An der weit entfernten Küste kann man rechts die Flussmündung des Rio Guadiana erahnen, der die Grenze zu Spanien bildet. Hier in ca. 20 - 30 m Wassertiefe hat die Crew vor 3 Tagen eine 60 m lange Langleine auf den Grund gelegt. In Abständen von einigen Metern sind Schnüre angebracht an denen wiederum Tonkrüge oder Plastikgefäße hängen. Die Plastikgefäße gibt es seit 3 - 4 Jahren, sie haben den Vorteil, dass sie beim Heraufholen nicht an der Bordwand zerstoßen, was mit den Tonkrügen recht häufig passiert. Bei der Markteinführung hat denke ich ein begabter Verkäufer den Fischern aber zusätzlich weiß gemacht, dass der Octopus unter Wasser friert, Plastik wärmer sei als Ton, und die Krake bevorzuge daher eher die Neuerung.

Aber vielleicht stimmt das ja auch.


 
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