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Auf der Jagd nach den edelsten Fischen der Welt

von: Thomas Ruhl

 

Aus der Bretagne kommt der beste und edelste Fisch.

Der Loup de mer, der Steinbutt oder der grimmige Seeteufel, auch die Schalen- und Krustentiere aus dieser Gegend sind von höchster Qualität. Wer liebt nicht die Belon Austern, den zarten bretonischen Hummer oder den Kaisergranat, der im Mittelmeer als Langustine bezeichnet wird. Wir sind auf dem Weg dorthin, um mit einem Fischer hinaus auf den Atlantik zu fahren und den Fang mitzuerleben. Die Solo ist eines der kleinen Fangboote in Loctudy, einem kleinen Seehafen in der Südbretagne. Die Fischer hier und in den Nachbarhäfen fangen vornehmlich Kaisergranat. 2/3 des gesamten französischen Fangs werden an diesem Küstenstreifen angelandet. Es ist 5.00 Uhr morgens, dunkel und kalt, obwohl es Mitte August ist.

Die Solo tuckert langsam aus dem Hafen, vorbei an den vorgelagerten Leuchtfeuern und Felseninselchen. Die Nacht ist sternenklar, wir frieren, obwohl wir wetterfest gekleidet sind, und vertreiben uns die Zeit mit dem Zählen von Sternschnuppen. Wir sind gut zwei Stunden gefahren und es ist jetzt kein Land mehr in Sicht. Auf dem Meer nur das Leuchten der anderen Fischkutter. Es geht los. Der Kapitän drosselt die Geschwindigkeit auf fünf Knoten. In diesem Tempo wird geschleppt. Die Motorwinden werden in Gang gesetzt. Ketten rasseln, die Scherbretter, die später unter Wasser die Netze offen halten, gleiten hinab.

Zwei Netze nebeneinander aufgerollt werden über das Heck zu Wasser gelassen. Das Ganze hängt an dicken Stahlseilen, die unser Fanggerät hinab in die Tiefe gleiten lässt. Gefischt wird kurz über dem Grund in 75 m Tiefe. Wir sind gespannt, was wir alles zu Tage fördern werden. Steinbutt wird sicher nicht dabei sein, denn der lebt in tieferem Wasser, ein paar Fahrt- stunden weiter draußen. Doch jetzt kehrt erst mal wieder Ruhe ein. Das Netz wird nun gut zwei Stunden getrawlt, bevor wir es einholen.

 

Der große Moment. Das Netz wird eingeholt. Man sieht der Motorwinde die harte Arbeit förmlich an. Der Sterz, das Ende des Netzes, wird an Bord gehievt. Die Fische zappeln. Thierry öffnet das Netz und der Fang fällt in die darunter stehenden Wannen. „Ein schlechter Fang“, sagt der Bootsmann und auch unser Kapitän schaut nicht gerade glücklich. Zunächst werden die Netze für den nächsten Fang wieder ins Wasser gelassen. Nun wandert Wanne für Wanne auf den Sortiertisch. Von unserem ersten Fang sind, nach Ermessen der Schiffsbesatzung, gut 2/3 unbrauchbar. Wir wundern uns ein wenig, denn das, was da zum Teil ins Wasser zurückgeht, ist unserer Meinung nach gut zu verwenden. Die Fischer hier sind verwöhnt. Natürlich sind viele Fische zu klein und die Seespinnen sind zu dieser Jahreszeit leer. So heißt es dann für viele zurück in die Freiheit. Einige haben jedoch nicht überlebt. Sie werden zum Festmahl für die Möwen, die sich zu Hunderten um das Boot versammeln, sobald das Netz hochgehievt wird.

 

Der erste Fang liefert zwei Körbe voll Kaisergranat, die nach zwei Größen sortiert werden. Einige Katzenhaie, zwei Loup de mer, einige etwas zu kleine Saint Pierre und ein paar Taschenkrebse, Seezungen und reichlich Wittling, atlantische Makrelen, alles andere wandert ins Meer zurück. Die Artenvielfalt ist faszinierend, der Reichtum an unterschiedlichen Krebsarten und Fischen ist enorm. Kleine Conger, Rotzungen, Loup de mer und dorschartige Fische entdecken wir.

Loup de Mer
Steinbutt
Seeteufel
Bretagne
Seewolf


 
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