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Sylter Blaumuscheln




von: Thomas Ruhl

 

Es ist 7.30 Uhr. Moin Moin.

Wir begrüßen Detlef Dethlefs im Lister Hafen. Seit einigen Jahren fängt er für Dittmeyer’s Austern Compagnie Sylter Blaumuscheln (Miesmuscheln). Dethlefs ist ein Bilderbuch-Kapitän, genau wie man sich einen Muschelfänger vorstellt. Ruhig, ausgeglichen und mit dem typisch trockenen verschmitzten Humor eines Friesen. Müller und Dethlefs kennen sich gut. Als Beifang gehen immer wieder Wildaustern, die sich zwischen den Muscheln ansiedeln, ins Netz. Die Wildaustern liefert unser Kapitän fast ausnahmslos bei Jörg Müller ab. Ihr Geschmack ist sauber und klar wie der Norden selbst. Für Dittmeyer kommen Wildaustern nicht in Frage, denn ihre Form ist wild und unregelmäßig, nicht tauglich für das Markenprodukt Sylter Royal.

 

Die Fahrt geht zunächst zu einem Pontonbecken vor dem Hafen. Hier wurde der Fang vom Vortag gelagert.
Die Muscheln haben sich hier selbst vom Sand in ihren Schalen gereinigt, nun werden sie in Körbe gehievt und bei Dittmeyer von ihren Untermietern, den Seepocken auf der Muschelschale, befreit. Dann sind sie küchen- fertig. Die Fahrt zu den Muschelbänken ist nicht weit. Sie liegen im Königshafen, im Innern des Ellenbogens. Wir passieren eine Sandbank, auf der Hunderte Kormo-

rane und über Hundert Seehunde lagern. "Die fressen uns ja alles weg! Das sind ja viel zu viele, weil die nicht bejagt werden dürfen. Besonders die großen Meer-

äschen, die werden fast alle von den Hunden geschnappt!" Die Seehunde kümmern sich nicht um die kritische Einstellung der Besatzung und schwimmen munter um das Boot.

 

Der erste “Hohl”.

Das Boot fährt langsam. Das kleine, extrem starke Netz löst mit dem Fangeisen die Miesmuscheln in ca. sechs Meter Wassertiefe. Die See ist klar und man kann das prall gefüllte Netz schon weit unter der Wasseroberfläche erkennen, eine Fahne von Schlick und Sand hinter sich herziehend. Das Netz kommt an Bord und wird geleert. Jörg Müller ist einer der ersten am Netz und untersucht den Fang nach kulinarischen Spezialitäten. Ein riesiger Taschenkrebs kann gerade noch rechtzeitig ins Wasser flüchten...


 
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