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Die Kannibalen von Zeeland - Krebs mit Migrationshintergrund




Text: Thomas Ruhl

 

Wer ist der edelste unter den Rittern der Meere? Der amerikanische Hummer Homarus americanus? Nein, sicher ist der europäische Hummer Homarus gammarus der feinere. In letzter Zeit wird dieser Rang dem Zehnfußkrebs aber von anderen Gliederfüßlern streitig gemacht. Darunter Plesiopenaeus edwardsianus, die rote Tiefseegarnele oder Carabiniera. Ein weiterer Anwärter um Platz Eins kommt aus den eigenen Reihen. Ein Zeeländer, genauer der Schelde Hummer.

Optisch ähnelt dieser mit seinem schwarzen Panzer und rotorangefarbenen Applikationen zwar eher dem amerikanischen Lobster, doch der genetische Code beweist anderes. Der Niederländische Hummer ist ein Abkömmling des Blauen Europäischen Hummers. Mit den Jahren hat diese isolierte Population jedoch ihr Aussehen und auch ihre DNA verändert.

Zeeland ist das Mündungsgebiet von Rhein, Maas und Schelde. Ein Inselreich durchfingert von den Armen dieser Flüsse. Während Rhein und Maas sich, gemessen an ihrer Größe, mit bescheidenen Wasserläufen ihren Weg zur Nordsee bahnen, ergoss sich einst die kleine Schelde durch zwei große Buchten, die Ooster- und Westerschelde, und weitere kleine Arme ins Meer.

Im Jahre 1867 verband man die Insel Zuid Beveland mit Brabant, dem angrenzenden Festland. Infolgedessen konnte das Süßwasser des Flusses nicht mehr in die Oosterschelde gelangen. Seither fließt es ausschließlich durch die Westerschelde. Die Oosterschelde wurde zur reinen Meeresbucht mit geringem Wasseraustausch zur Nordsee, ideale Voraussetzungen für eine isoliert lebende Krebspopulation.

Ursprünglich war der Hummer hier nicht verbreitet. Die sandigen und schlammigen Böden bieten dem Krebs wenig Schutz. Er braucht Felsen, Höhlen und Spalten, um sich vor seinen Fressfeinden zu verbergen, zu denen große Fische wie der Kabeljau gehören. Aber auch vor seinen Artgenossen muss sich das Tier fürchten, denn Hummer sind Kannibalen. Zwar sind Hummer fest und gut gepanzert, wächst der Krebs jedoch, muss er sich seiner Rüstung komplett entledigen, denn diese wächst nicht mit. Bis sich der Chitinpanzer neu bildet, ist das Tier schutzlos seinen Feinden ausgeliefert. Erst der Küstenschutz, das Aufschütten von Steindämmen an den Ufern, schuf dem Hummer einen Lebensraum. 1883 wurde zum Erstaunen der Fischer dann der erste Hummer in der Oosterschelde gefangen. Eine Legende besagt, dass ein Handelsschiff beladen mit lebendem Hummer sank und den Grundstein für die Population legte. Eine wahre Explosion des Bestandes folgte nach der großen Sturmflut vom ersten Februar 1953. Danach wurde der Küstenschutz mit Steinwällen erheblich erweitert und somit auch der Lebensraum für die Tiere. Zudem sorgen Fangquoten, ein Mindestmaß von 24 Zentimetern und das Verbot, eiertragende Weibchen anzulanden, für Nachhaltigkeit. So fühlen sich die Hummer wohl im klaren Wasser der Bucht und vermehren sich gut....

 


 
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