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Proviant für das ewige Leben




Text: Jasmin Oberdorfer

 

Aus fast jeder Kultur sind uns Vorstellungen eines Lebens nach dem Tod bekannt, aber kaum ein Volk auf Erden widmete sich so früh und so ausführlich dem Eintritt in das Jenseits wie die Alten Ägypter. Imposante Pyramiden, prachtvolle Totentempel und fest verschnürte Mumien aus der Zeit der Pharaonen legen eindrucksvoll Zeugnis darüber ab, wie groß der damalige Glaube an ein Reich im Jenseits war. Den Pharaonen schrieben die Ägypter sogar schon zu Lebzeiten eine enge Verbindung zwischen Erde und Götterreich zu. Die mächtigen Herrscher galten als Söhne und irdische Repräsentanten der Gottheiten und wurden nach ihrem Ableben ebenfalls verehrt.

Um die Existenz über den Tod hinaus zu sichern, mussten im Diesseits umfassende Vorkehrungen getroffen werden. Die Ägypter schufen Gräber, denen die Zeit nur wenig anhaben konnte und unterzogen den Leichnam einer Behandlung, die dem Erhalt wichtiger körperlicher Fähigkeiten diente. Zur Vorbereitung auf das neue Leben stattete man das Grab mit dem persönlichen Hab und Gut des Toten aus. Dazu gehörten Alltagsgegenstände wie Möbel, Kleidung und Schreibzeug, aber auch Schmuck und Schutzamulette sowie Spiele und Instrumente zum Zeitvertreib. In manchen Gräbern wurden Uschebtis gefunden, kleine magische Dienerfiguren, die anstelle der Verstorbenen im Jenseits körperliche Arbeiten verrichten sollten. Auch für das leibliche Wohl trugen die Angehörigen Sorge: Getreide, vor allem Emmer, Obst und Gemüse, durch Trocknung haltbar gemachtes Fleisch und Getränke standen auf dem Speiseplan des Dahingeschiedenen. Die Verpflegung war für die lange Reise ins Totenreich und den anschließenden Festschmaus gedacht. Eine Statue übernahm die Funktion eines Stellvertreters auf Erden und nahm die Opfergaben entgegen. Damit das steinerne Abbild die Köstlichkeiten verspeisen konnte, führten Totenpriester und Angehörige eine aufwendige Belebungszeremonie durch, die später auch auf die Mumie übertragen wurde. Das Ritual beinhaltete eine symbolische Öffnung des Mundes. Die Fähigkeit, Nahrung aufzunehmen galt als wichtiges Kennzeichen des Lebendigseins und war für eine dauerhafte Verbindung des Verstorbenen zum Diesseits unerlässlich. Über das komplexe Begräbnisritual hinaus musste der Tote auch zukünftig mit Lebensmitteln versorgt werden. Galt es zunächst noch als persönliche Pflicht der Angehörigen, hauptsächlich des Sohnes, dem Verstorbenen regelmäßig Speiseopfer darzubringen, wurden im Alten Reich Totenpriester angestellt, die diese wichtige Aufgabe übernahmen.

Die Ausstattung der Grabkammern lieferte den Historikern wesentliche Erkenntnisse über die Lebensweise der Menschen, denn alles was im Diesseits unentbehrlich war, den Alltag erleichterte oder ganz einfach Freude und Zerstreuung bereitete, durfte nach Vorstellung der Ägypter auch im Reich der Wiedergeborenen nicht fehlen.

Wie lebte das ägyptische Volk, das sich in den Jahrtausenden vor Beginn unserer Zeitrechnung an den fruchtbaren Ufern des Nil niedergelassen hatte? Was aßen die Menschen damals? Und was tranken sie?...

 


 
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