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Chartliste der Restaurants




Die großen Gewinner. René Redzepi und das NOMA Team.



Lifetime Achievement Award für Eckart Witzigmann.



Ferran Adrià dankt ab.



Siegertypen! Hannes Konzett (Oscars Magazin), Sven Elverfeld, Andreas Caminada, Sergio Herman und Miguel Calero. (v.l.n.r.)



Lifetime Achievement Award für Eckart Witzigmann.



Alain Ducasse, Thomas Ruhl, Joël Robuchon. (v.l.n.r.)



Die historische Londoner Guildhall



Heston Blumenthal



Sven Elverfeld



René Redzepi und die NOMA Crew



Joachim Wissler und Miguel Calero

Sensationeller Aufstieg des Aqua. Ehrung von Eckart Witzigmann für sein Lebenswerk.

 

Mit Spannung erwartet die Gourmet- und Restaurantszene jährlich die Veröffentlichung der San Pellegrino World's 50 Best Restaurants. Die Auszeichnung fand am Montag, 26.4.2010 in den Räumen der historischen Londoner Guildhall im Beisein vieler prominenter Chefs und Culinary Professionals statt.

 

Die Wahl der 50 Best Restaurants ist nicht ganz unumstritten. Kritiker werfen den Jurymitgliedern vor, unmöglich alle als Kandidaten mögliche Restaurants kennen zu können. Kritiker sind in erster Linie jene, die nicht die Ehre haben Mitglied der Jury zu sein, oder solche, und das ist bei allen Awards so, die nicht in der Liste vertreten sind. Auf jeden Fall ist die Liste unbestritten eine Sichtweise auf die Restaurantszene, die sich deutlich von dem unterscheidet, was ein Restaurantführer, und sei er noch so gut gemacht, leisten kann. Die durchweg hochkarätige Jury bestehend aus Fachjournalisten, Culinary Professionals und Chefs gewährt einen Blick auf den Markt, der Evolutionen und Trends und deren dynamische Entwicklung offen legt. Eigentlich ist es keine Liste der 50 besten Restaurants weltweit, sondern eine Hitliste. Wer ist angesagt, wer steht im Fokus der Öffentlichkeit. "Natürlich kocht jemand, der in der Bewertung absinkt, nicht plötzlich schlechter, meistens jedenfalls. Aber die Wahrnehmung dessen, was er tut, ist geschwunden" so Thomas Ruhl, Academy Chairman der deutschen Jury. Demzufolge gab es auch einen Führungswechsel. Wie von vielen erwartet, zog das NOMA aus Kopenhagen auf den 1. Rang und verdrängte das El Bulli, das "in Zukunft nie wieder ein Restaurant sein wird", so Ferran Adrià, auf Platz 2. René Redzepi war sichtlich ergriffen. Er reiste mit fast kompletter Mannschaft an, lediglich sein Spüler Ali aus Gambia, dem das Visum versagt blieb, fehlte. Sein Bild jedoch zierte die T-Shirts der Crew. Eine edle Geste. Der Shootingstar des letzten Jahres, Massimo Bottura, rückte auf Platz 9 vor. Einen ausführlichen Bericht über ihn, verfasst von Jürgen Dollase, lesen Sie in der aktuellen Port Culinaire Nr. 13.

 

Auch bei den Deutschen gab es einige Veränderungen. Das Aqua unter der Leitung von Sven Elverfeld katapultierte sich als Neuzugang auf Platz 34. Das Vendôme mit Joachim Wissler an der Spitze verbesserte sich von Platz 25 auf 22, und die Schwarzwaldstube sank von 23 auf 47 ab. Das Tantris fiel aus der Top 50 heraus. "Wir bedauern den Abstieg dieser beiden Restaurants sehr, aber das ist keine Wertung der aktuellen Leistung" sagt Thomas Ruhl. "Sicher hat die deutschsprachige Jury komplett hinter Haas und Wohlfahrt gestanden. Oben allerdings wird die Luft sehr dünn und man ist auf internationale Votes angewiesen. Bedenken Sie, dass jedes Jurymitglied nur zwei internationale Stimmen zu vergeben hat. Diese gehen fast logisch an die Restaurants, die im Moment weltweit am meisten diskutiert werden. Nun gilt es, die Schwarzwaldstube und das Tantris wieder ins Gespräch zu bringen. Erfreulich auch, dass Klaus Erfort kurz vor dem Sprung in die Top 50 steht. Sicher fehlen wichtige deutsche Chefs in der Liste. Nils Henkel möchte ich beispielsweise erwähnen. Der Wechsel von Dieter Müller zu Nils Henkel und der Namenswechsel zu Gourmetrestaurant Lerbach wurde schlecht kommuniziert. Ganz klar - international hat man nicht verstanden, was in Lerbach passiert ist. Zu unserer großen Freude erhielt Eckart Witzigmann verdient den Lifetime Achievement Award. Er ist ein großer Lehrer und Urvater eines ganz aktuellen Trends: Zurück zur Regionalität!"

 

Lifetime Achievement Award

Eckart Witzigmann - Hommage an einen großen Mann

von Thomas Ruhl

 

Wie bekannt Eckart Witzigmann ist, wird einem erst richtig bewusst, wenn man Tausende von Kilometern entfernt der Heimat, in Sitka in Alaska, Menschen trifft, die auf ihn zustürmen und um ein Autogramm bitten. Eckart Witzigmann ist sicher der bedeutendste Koch des deutschsprachigen Raumes. Er wurde am 4. Juli - in Amerika feiert man an diesem Datum den Unabhängigkeitstag, vielleicht Programm für sein Leben? - in Bad Gastein im österreichischen Bundesland Salzburg geboren. Oft hört man, dass er es war, der die Nouvelle Cuisine nach Deutschland brachte. Das war sicher zu Anfang seiner Karriere so. Später jedoch prägte er seinen ganz eigenen unverwechselbaren "Witzigmann Stil". Und ich kenne Köche, die schwören, einen Witzigmann-Teller unter hunderten anderen direkt zu erkennen. Kaum etwas bereitet mir mehr Vergnügen als mit Eckart beisammen zu sitzen, zu reden, zu essen und ein Glas Champagner zu trinken. Jedes mal, wenn ich ihn treffe, habe ich etwas Neues erfahren, etwas gelernt, das ich für meinen Beruf und für mich als Menschen gut verwerten kann. Und ganz viel Spaß gehabt. Wie mir geht es vielen. Besonders seinen Kochschülern hat Eckart viel mit auf den Weg gegeben. Sie bezeichnen ihn als größten Lehrer aller Zeiten. Zu ihnen gehören Hans Haas, Alfons Schubeck, Harald Wohlfahrt, Johann Lafer, Christian Jürgens, Michael Hoffmann, Claus Peter Lumpp und viele mehr. Er ist der Grand Chef, der wie kein anderer die Kochkultur in Deutschland geprägt hat. Er ist, wenn man so will, der Urvater einer Bewegung, die heute ihren Siegeszug antritt. Mit der Hinwendung zum lokalen Produkt. Er war der erste, der einfache gute bäuerliche Lebensmittel in die Haute Cuisine einfließen ließ.

 

Viele der Rezeptkreationen, die heute wie selbstverständlich in Europas Häusern genutzt werden, wurden von ihm entwickelt. Eckart hat heute etwas mehr Zeit und Muße. Seine bedingungslose Hingabe zum Beruf und seine enorme Energie haben ihn jedoch nie verlassen. Ich habe mit ihm gearbeitet und er hat es sich nicht nehmen lassen, jeden Arbeitsschritt selbst zu machen. Geflügel seines Freundes Mieral aus Frankreich stand auf dem Plan, und ich muss sagen, dass ich noch nie Geflügel gesehen haben, dass so perfekt küchenfertig zubereitet war. Auch das, was daraus entstand war dann einfach ein großes Werk der Haute Cuisine. Eben ein echter Witzigmann. Ich bin froh, dass ich Eckart für den "Lifetime Achievement Award" vorgeschlagen habe und das man ihn verdient gewählt hat.

 

 

Die aktuelle Rangliste können Sie hier direkt einsehen. Das Archiv aller Ranglisten der vergangenen Jahre finden Sie unter www.theworlds50best.com.








 
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